Vor ihm stand ein riesiger schwarzer Wolf mit hochgezogenen Lefzen. Knurrend, geduckt, den Kopf zwischen den breiten Schultern, die glühenden gelben, wild funkelnden Augen auf Setralon gerichtet.
Sein Fell sträubte sich zu einem hohen Kamm in seinem Nacken.
Jeder Faser seines Körpers war gespannt, zum Sprung bereit. Die starken Hinterbeine leicht gebeugt, die Krallen in den Boden gebohrt.
Der Wolf zog die Lefzen noch höher und entblößte dabei große gebogene Reißzähne.
Der heiße, stickige Atem des Wolfs schlug Setralon ins Gesicht.
Er lies das Tier nicht aus den Augen. Mit seinem Schwert versuchte er den Wolf auf Distanz zu halten. Die Krallen des Wolfes hatten die Länge des Dolches, den Setralon am Gürtel trug.
Hungrig starrte ihn das Tier an, jederzeit bereit die scharfen Zähne in seinen Körper zu bohren.
Er erinnerte sich an die Erzählungen der Alten aus seinem Dorf. Oft hatte er von solchen Kreaturen gehört, die so groß wie zwei Mann sein sollten. Ammenmärchen dachte Setralon damals, nichts als Ammenmärchen.
Nun erkannte er, wie sehr er sich getäuscht hatte
Aber für solche Gedanken war nun keine Zeit.
Langsam fing er an, das Tier zu umkreisen.
Der Wolf drehte sich mit ihm. Weißer Schaum tropfte von der Schnauze des Tieres. Ein dunkles Knurren grollte aus seiner Kehle und ein böses Glitzern funkelte in seinen gelben Augen.
Setralon sah, wie der Wolf die Muskeln spannte. Dann war das Tier auch schon über ihm in der Luft.
Mit einem gewaltigen Satz warf der Wolf Setralon zu Boden. Wildes Geheul erklang. Die breite Brust des Tieres drückte Setralon auf den Waldboden. Die zotteligen Haare stachen ihm in die Augen und der beißende Gestank des Fells raubte ihm den Atem. Er rammte dem Tier sein Knie in die Flanken. Die Stacheln an seiner Rüstung bohrten sich tief in die Haut des Wolfes. Vor Schmerz jaulte das Tier laut auf.
Setralon nutze die Gelegenheit und lies sich zur Seite rollen. Er kam wieder auf die Füße, holte zum Schwerthieb aus und schlug dem Wolf eine tiefe Wunde in die Schulter.
Er brauchte noch einen Augenblick um die Reste seines Traumes abzuschütteln, dann schlug er die Felle zurück, stieg in seinen frostigen Kettenlederpanzer, warf sich sein Klumluckfell über die Schultern, schlüpfte in seine mit Eichhornfell gefütterten Stiefel, gürtete Dolch und Schwert und verlies das Zelt.
Draußen war es noch kälter und der Wind hatte zugenommen. Eisig blies er um die kleine Felsengruppe, in deren Schutz er das Lager errichtet hatte.
Setralon kniff die Augen zusammen und zog den Kopf tiefer zwischen die Schultern. Der Wind zerzauste sein langes strohblondes Haar. Dicke Strähnen und wilde Zöpfe flatterten wie Fahnen im Wind. Er schaute sich nach Numnik um, doch der Drache war nirgends zu sehen. Wahrscheinlich war Numnik schon wieder in den Lüften, um ihren weiteren Weg zu erkunden.
Die Ödlande hatten sie bereits weit hinter sich gelassen und befanden sich nun in den Marken.
Ein lautes Knurren erinnerte ihn daran, dass er schon seit einigen Tagen keine richtige Mahlzeit mehr bekommen hatte.
Er machte sich auf die Suche nach Feuerholz. In der Hoffnung, dass es bei diesem Wetter überhaupt möglich war, ein Feuer zu entzünden, ging er zum nahegelegenen Wald und sammelte Eichenäste und kleineres Gestrüpp auf. Als er mit der Menge seines Holzvorrates zufrieden war, machte er sich auf den Rückweg.
Er stapfte den Weg vom Wald in Richtung auf die Felsengruppe.
Ein unbehagliches Kribbeln schlich plötzlich seinen Nacken hinauf. Er fühlte, dass er nicht mehr allein war. Irgendetwas oder irgendwer beobachtete ihn. Seine Muskeln spannten sich und er tastete nach seinem Schwert.
Aus dem Augenwinkel nahm er plötzlich eine schnelle Bewegung wahr. Sofort lies Setralon sein Feuerholz fallen, zog sein Schwert und wirbelte herum.
na soll ich mehr schreiben ???
Es war ein dunkler regnerischer Vormittag, die Sonne versteckte sich hinter dicken grauen Wolken. Nebel zogen über das Grasland und ein heftiger Wind blies die letzten Gedanken an den vergangenen Sommer fort.
So war es bereits die letzten Tage gewesen. Es regnete unaufhörlich, die Erde war so sehr aufgeweicht, dass man an einigen Stellen knöcheltief im Morast versank.
Auf den festgestampften Lehmpfaden, die durch die Marken führten, hatten sich riesige Pfützen gebildet, kleine Bäche flossen neben den Wegen entlang und schwollen langsam zu Strömen an.
Es konnte nicht mehr lang dauern, bis sie zu reißenden Flüssen wurden.
Blätter trieben als bunte Wogen durch die Lüfte, wirbelten mal hier mal dort und tanzten einen sonderbaren Reigen.
Setralon drehte sich müde auf seinem Lager hin und her. Er zog die Felle über die Ohren, um das plätschernde Geräusch des Regens aus seinen Träumen zu verbannen. Er wollte nicht erwachen. Noch schwelgte er in der Süße seiner Träume, jagte über die Felder seiner Kindheit und spielte mit den Winden.
Die Sorgen der Wirklichkeit hatten hier keinen Bestand, keine Wirkung und keine Bedeutung.
Der Regen prasselte stärker als zuvor auf die Zeltplanen und ein stetiger Wind blies unangenehme Kälte ins Innere der notdürftigen Behausung, die er gestern errichtet hatte.
Setralon zog die Knie weiter an die Brust und unterdrückte ein Frösteln.
Aber die stetig zunehmende Kälte schlich sich in seine Gedanken und als eine heftige Windboe am Zelt zerrte, wirbelten die Planen hoch und ein Schwall Regentropfen fielen ins Innere.
Setralon wurde von dem eisigen Schauer getroffen und schrak hoch.
Es begab sich zu einer Zeit, in der Ritter noch für das Gute kämpften, in der Berge noch Lava spuckten und wo es Drachen gab.
Drachen von solcher Größe, Anmut und Schönheit, dass selbst die strahlendsten Sterne neben ihnen verblassten.
Zu dieser Zeit also zog der stolze Kämpfer Setralon vom Volke der Sturmkrieger aus, den Kelch Trumnis wiederzufinden und in die Orkanhöhen im Lande Zylyn zurück zu bringen.
Zylyn war von jeher die Heimat der Sturmkrieger gewesen. Bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem ein schrecklicher Krieg unter den Völkern der Erde ausbrach und alles mit Blut, Angst und Tränen überzog, nur die stärksten und standhaftesten Krieger überlebten.
Der Kelch Trumnis wurde aus seinem heiligen Schrein gerissen und verschwand in den Wirren dieses Krieges.
Die Sturmkrieger mussten Zylyn verlassen und in die Ödlande ziehen, und dort ihr Dasein fristen, bis Trumnis gefunden wird.
Der Beginn dieses Krieges ist nun schon so lang her, dass selbst die ältesten unter den Geschichtsschreibern ihn nur aus staubigen Büchern kennen, und es ist noch nicht lang her, dass er endete.
Seither lebt das Volk der Sturmkrieger nun in den Ödlanden und wartet auf den Tag, an dem der Kelch Trumnis wieder zurückgebracht wird.
Denn erst dann wird es ihnen möglich sein, die Prophezeiung zu erfüllen und ihr geliebtes Land wieder zu besiedeln.
Setralon nun wurde diese Aufgabe anvertraut. Die Hoffnungen und Sehnsüchte seines Volkes liegen auf seinen Schulter.
Getragen vom unbändigen Mut der Sturmkrieger, beseelt vom Glauben an Gredawin, der Göttin des Guten und begleitet von seinem treuen Gefährten, dem Drachen Numnik, machte sich Setralon auf, den Kelch zu finden und so sein Volk in die Freiheit zu führen.
.... wird fortgesetzt
.... Hecken flitzer, Schnecken schlitzer,faul in der Sonne sitzer, frech mit kaltem Wasser spritzer, ohne Hose durch die Straße flitzer... Blitzer, glitzer, wild gefunkel mit Furunkel... schwitzen, Pfützen... Wasser gurgel, Dusch-Gemurmel...wälzen, schmelzen, Eis vertilgen wie die wilden und sich doch nicht wehren können, gegen die ew´gen Winde aufs Gefilden, in denen sich sonst Wüsten bilden.
Beduinen, lange Kleider, Sand im Schuh und Schwielen - leider- an den Füßen sind gescheuert, totzdem der Macher hat beteuert, dass diese dies nicht tuen werden...doch wem kann man glauben noch auf Erden, wenn selbst der Papst ein Klimagerät benutzt anstatt den Draht zum Herrn er nutzt.
Doch labt euch noch an Sommers Freuden, bald der kalte Winter kommt gerollt und alles nach vergangener Wärme grollt.
und fast vergessen, also geschwinnt den Stift gespitzt und neuen Unfug verbreitet... aber noch etwas Geduld.. muß erst die lästigen Pflichten meines Hofstaates erledigen...
....dann gehts los....
Sie hat es getan.. hat mir´s Rückrat verbrannt dies hinterhält´ge Weib. Lachend schaute sie mir ins Gesicht, verführte mich dazu, mich in ihrem Glanz zu sonnen.
Doch oh weh.. verzückt von ihrer Schönheit vergas ich schützenden Stoff oder helfende Tinktur.
Verbrannt ist nun mein Rücken... rot wie eine reife Tomate am Strauch...
..brennend, juckend, gerötet und ganz wund... bin gar nicht schön anzusehen.
So geschieht es einem, wenn eine holde Maid keine andere neben sich dulden mag.
Aber bald wird auch ihre Zeit kommen und beschämt wird sie sich hinter dicken Wolkenbergen verstecken.
Dann ist es an mir fröhlich zu strahlen und zu tanzen....