Bevor die kleine Schabe in den Urlaub startet, hier noch ein kleines Abenteuer.... zum Träumen und gespannt auf die Fortsetzung warten...
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Aber Maidren hatte den Gedanken der Flucht nie verworfen. Sie musste diesen trostlosen Ort verlassen und heute würde es ihr gelingen.
Der helle Mond hatte sich hinter schweren dicken Regenwolken versteckt. Sein schimmerndes Licht würde diese Nacht nicht erhellen.
Deshalb konnte und durfte sie nicht länger warten.
Schnell huschte sie über die Straße um sich tiefer in den Schatten der Bäume zu verstecken. Lautlos glitt sie durch die Nacht, vorbei an Ställen und Hütten. Die leeren dunklen Fensterhöhlen schienen sie anzustarren. Maidren unterdrückte die aufkeimende Panik, raffte die Röcke und stolperte in die Nacht hinaus.
Bald schon würden sie ihr Verschwinden bemerken. Bis dahin musste sie einen großen Abstand zu ihren Verfolgern aufgebaut haben.
Leise schlich sie sich in das letzte Gehöft am Dorfrand. Wenn sie sicher sein wollte zu entkommen, brauchte sie ein Pferd, ein schnelles Pferd.
Früher einmal hatte sie in diesem Stall gedient, hatte ihr Energie darauf verschwendet, die Tiere zu nähren und sich für den Sohn des Bauern interessant zu machen. Leider wurden all ihre Hoffnungen jäh zerstört, als ein anderes Mädchen mit höherem Stand plötzlich mit dem Bauernsohn vermählt wurde.
Später, nach ihrer Gefangennahme erfuhr sie auch den Grund dafür. Wilde Geschichten hatten sich verbreitet. Böse, schwarze Mächte soll Maidren angerufen haben um sich die Gunst des Bauernsohnes zu erschwindeln.
Aber diese Geschichte war nun vorüber. Sie hatte sich befreit und nun würde sie mit dem besten Pferd des Bauern verschwinden.
Vorsichtig trat sie in die Stille des Stalles. Wohlige Wärme umfing sie. Der Duft von frischem Heu stieg ihr in die Nase. Leises wieherten die Pferde des Stalles.
Maidren ging bis ans Ende der engen Stallgasse. Hier, in der größten und besten Box stand Faron. Ein riesiger Rapphengst.
Das Pferd blähte die Nüstern und senkte den starken Hals zu Maidren herab. Klare Augen blickten sie stumm an. Eine lange weiche Mähne fiel dem Tier über den Hals und die Ohren spielten in alle Richtungen.
Ich werde mal meine geneigten Leser nicht zu lange warten lassen. Nicht, dass mir noch einer untreu wird.
Alsdann..lasst uns gemeinsam den Abenteurern Setralon und Isgalech folgen. Möge ihnen Ylies gewogen sein und die Sterne ein waches Auge auf sie haben....
Numnik zog am bleiernen Himmel seine Kreise und flog der kleinen Gruppe immer ein Stück weit voraus.
Isgalech hatte beschlossen Setralon zu begleiten. Sie beide suchten nach verlorenen Sachen. Er nach seiner Herrin, Setralon nach einem Artefakt, das seinem Volk wieder die Heimat und die lang ersehnte Freiheit zurückgeben sollte.
Tagelang zogen sie der untergehenden Sonne entgegen, machten nur zum Schlafen Rast, und kamen so gut durch die Ebene.
Zuweilen erschien ihnen die Welt unermesslich groß. Die weite Ebene, die sie durchquerten, war menschenleer. Bis zum Horizont erstreckte sich in alle Himmelsrichtungen nur das im Wind wogende kniehohe, tiefgrüne Gras.
Kein Baum bot Schutz vor prasselndem Regen oder der sengenden Sonne.
Wenn der Regen allzu heftig wurde, stieg Numnik vom Himmel herab, breitete seine Schwingen über die Durchnässten aus und gemeinsam warteten sie ab, das der Regen aufhören würde.
Numnik machte der Regen nicht sehr viel aus. An seinen glatten Schuppen perlte das Wasser ab und lief in kleinen Rinnsalen an seinem Körper herunter. Seine Flügel waren trotz seiner Jugend schon erstaunlich groß, er hatte einen muskulösen Körper. Seine Kraft und sein Verstand waren überdurchschnittlich ausgeprägt.
Schon jetzt war er mehr als zwei Mann hoch und bis zur Schwanzspitze mochten es gut an die fünfzehn Schritt sein. Er würde einmal eine stattliche Größe erreichen und seine Artgenossen um Längen überragen.
2 Kapitel
Es war spät geworden, sehr spät. Die Sonne war bereits hinter den Hügeln versunken und die letzten Vögel hatten ihre Ruheplätze aufgesucht.
Maidren trat auf die Straße hinaus und sah sich um. Nichts war zu sehen, nichts rührte sich. Das Dorf lag in tiefem Schlummer. Niemand würde ihre Flucht bemerken. Sie hatte es geschafft, die Fesseln abzustreifen, die ihr schon vor Tagen umgelegt worden waren.
Grobe Streifen harten Schilfes hatte man ihr nach ihren ersten Fluchtversuch um die Handgelenke gebunden. Tief hatten sich die Fasern ins Fleisch geschnitten.
Werd mich hier aus fremden Gefilden mal blicken lassen und rumluken was andere Geschöpfe so treiben.
Meine eine verweilt gerade in der schönen Hauptstadt oder zumindest nahe dran, wenn schon nicht drin.
Hab heute der brandenburgischen Umgebung einen Besuch beschert und alte Orte der Kindheit besucht. Schon überraschend zu beobachten, wieviel sich verändert und wieviel trozdem gleich bleibt.
Man alte Fahrradstrecke ist einer neuen Landstraße gewichen aber die alten Alleebäume weisen den Weg in die Vergangenheit.
Wirklich schön.
Ich werd noch ein Weilchen in Erinnerungen schwelgen.....
Damit niemand an meinem Gemüts- oder Geisteszustand zweifeln muß. Mir gehts prächtig und Sorgen machen muß sich auch niemand ob der vorher geschriebenen Worte !!!
So, die Geschichte hat hier eine schöne Stelle für einen Cut.
Will auch mal wieder meinen geistigen Durchfall hier loswerden.
Die letzten Tage waren so durchwachsen wie das Wetter.
Sonne im Nacken, Regen im Gesicht und immer mal wieder genervt sein von Allem und Vielem.
Sich ab und an die Frage zu stellen, wo bin ich, wer bin und wo will ich hin. Antworten werden vom Sturm wie junge Vögel über den Himmel geschleudert. Erscheinen sinnvoll und doch sinnlos und befremdend.
Blasse Sonnenstraheln am fernen Horizont, die verheißungsvolle Ankündigung eines neues Morgens.
Süßes Versprechen.
Kann ich zerfallen zu den kleinsten Staubkörnchen, die es je gab?
Kann ich knisternd mich in Nichts auflösen wie ein welkes Blatt?
Kann ich den Boden unter den Füßen verlieren wie eine Feder im Wind?
Auf den Wellen reiten, mit den Walen singen? Gelbe Kornfelder umarmen, mich zum Mond katapultieren und in einer Sekunde wieder auf heimischer Erde stehen? Ganz nah an einen Grashalm kriechen, die Tautropfen auf seinem Grün schimmern sehen, Nektar aus Blütenkelchen trinken und an ihrer Süße fast ersticken?
Mit diebischem Gelächter Sterne vom nachtschwarzen Gewölbe stehlen und als zermahlte Träume glitzernd und funklend in meine Augen regnen lassen?
Ich glaube, ich kann.
Nur die Arme muß ich ganz weit ausbreiten und mich treiben lassen...treiben im wütenden Mahlstrom der Gezeiten.
Zerquetscht werden, sich dehnen ins Unendliche, zusammenschrumpfen, atmen...
!!! LEBEN !!! JETZT !!! FÜR IMMER !!! GLÜCKLICH !!!
*lächel*
Während dieser Zeit sprachen er und Setralon oft über den großen Krieg. Isgalech, so war der Name des Wolfes, hatte im Krieg an der Seite seiner Herrin Ylies gedient. Als Jungwolf hatte man ihn zur Magierin gebracht, nachdem sein Clan vernichtend geschlagen worden war. Seine Eltern waren Alphawölfe aus dem Reich des Mondes und der Schatten. Sein Clan war in jenen fernen Tagen fast ausgerottet worden. Nur wenige überlebten. Ihn brachte man heimlich zur Magierin. Isgalech berichtete, dass er der rechtmäßige Nachfolger seines Vaters, des Clanführers, gewesen wäre. Doch es gab Wölfe im Clan, die sich den dunklen Mächten verschrieben hatten und die Herrschaft seiner Familie über den Clan beenden wollten.
Sie waren es auch gewesen, die das Rudel in eine Falle gelockt hatten.
Isgalech schwieg an dieser Stelle. Vom eigentlichen Kampf wollte er nichts erzählen.
Es waren Wunden des Verlustes und der Trauer, die noch immer in seinem Innern brannten. Rache hatte er sich geschworen. Er wollte die töten, die seiner Familie und seinem Clan diesen Verrat angetan hatten und diesen Schwur galt es einzulösen.
Doch zuerst musste er seine Herrin finden. Musste wissen ob sie noch lebte und ob sie noch seiner Dienste bedurfte.
Keiner, nicht einmal der große Isgalech, konnte sich so ohne weiteres selbst von seiner Pflicht entbinden.
Er musste Ylies finden und von ihr seine Freiheit erbitten.
Erst dann konnte er seinen Schwur einlösen und die Verräter seines Clans vernichten.
Setralon verstand die Gefühle Isgalechs. Hatte man doch sein eigenes Volk vertrieben, ihnen ihre gesegneten Stätten genommen, die Grabhügel geschändet und den heiligen Kelch Trumnis geraubt.
Doch Mitleid war hier fehl am Platz. Stolz wollten beide in den Kampf ziehen und die Gerechtigkeit einfordern, die ihnen zustand.
So blieb also nicht viel Zeit zum Wundenlecken. Als Isgalech wieder zu seiner alten Kraft gefunden hatte, brachen sie Richtung Westen auf.
Numnik zeigte sich davon wenig beeindruck. Schließlich war er ein Drache aus dem alten Geschlecht. Ein Sternendrache, wie die einfachen Menschen zu sagen pflegten. Eigentlich war er ein Oroluk, ein Silberdrache, der mit Tieren, Menschen und den Gestirnen gleichermaßen sprechen konnte.
Aber die wenigsten Menschen wussten von den Gaben der Oroluks und nannten sie ihrer silbernen Schuppen wegen Sternendrache.
Doch Numnik war nicht einfach nur silbern. Seine Schuppen waren anders geformt als bei anderen Oroluks. Sie waren sehr glatt und endeten in einer zweizackigen Spitze. Dabei lagen sie so eng am Körper, dass ein fließender Übergang entstand, der das Sonnenlicht in all seinen Farben widerspiegelte.
Numnik war also silbern und je nach Lichteinfall war ein blasser Hauch von Farbe darin zu sehen. Zur Nachtzeit oder bei bewölktem Himmel verflog dieser Eindruck jedoch.
Seine Flügel waren silbrigweiß, seine Augen indigoblau und zwei gedrehte und nach hinten gebogene weiße Hörner zierten seinen Kopf und ein Schildpanzer schütze seinen Nacken vor verirrten Speerspitzen.
Zwei Reihen spitzer, scharfer Zähne strahlten elfenbeinfarben im Maul und lange Barthaare, der Stolz eines jeden Drachen, wuchsen an der Unterseite seines starken Kiefers.
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Es dauerte einige Tage bis sich der Wolf vollständig erholt hatte.
Die Wunde heilte zwar schnell, eine Eigenschaft, die der Wolf von der Magierin Ylies als Geschenk für seine Taten erhalten hatte, aber noch immer war er zu schwach zum Aufstehen. Der Kampf hatte den alten Wolf viel Kraft gekostet.
Schwer verletzt brach der Wolf zusammen. Schnaufend und zitternd lag das Tier am Boden. Nun erkannte Setralon, dass es ein sehr alter Wolf war. Grau war seine Schnauze, beide Ohren durch zahllose Kämpfe zerbissen, an einer Pfote fehlten drei Krallen und eine lange Narbe zog sich über seinen Rücken.
Als Setralon den Wolf näher betrachtete, fiel ihm ein Brandzeichen an der Flanke des Tieres auf.
Ein achteckiger Stern über dem ein geflügeltes Pferd thronte.
Dies war das Zeichen der weißen Mächte. Dieser Wolf stand also einst im Dienste der weißen Magierin Ylies.
Doch Ylies war seit den großen Kriegen verschwunden, ebenso wie der Kelch Trumnis, den Setralon suchte.
Vielleicht konnte ihm der Wolf bei seiner Suche helfen.
So beschloss Setralon den Wolf nicht zu töten. Statt dessen schleppte er ihn zum Lager an den Felsen und wartete ungeduldig aus die Rückkehr von Numnik.
Setralon musste nicht lang auf seinen Gefährten warten. Numnik kehrte alsbald zurück und brachte auch noch etwas Essbares mit. Drei Erdmännchen waren seinen Fängen nicht entkommen. Stolz präsentiert der Drache seine Beute.
Mit einem spitzbübischen Lächeln auf den Lippen, schiefgelegtem Kopf, einer hochgezogenen Augenbraue und einem leicht zweifelnden Blick erwiderte Setralon die Geste des Drachen.
„ Wer von uns beiden, meinst du, sollte davon satt werden?“ fragte Setralon seinen Freund.
Der Drache ging auf das Spiel ein, mimte den Beleidigten und entgegnete,
„Seid froh, dass euer Menschenmagen überhaupt etwas essbares bekommt. Schließlich seid ihr zu schwer zum Fliegen, zu langsam zum Jagen und tölpelhaft genug, euch auch noch von einem alten Wolf überrumpeln zu lassen.“
Sagte Numnik mit einem kurzen Seitenblick auf den verletzten Wolf.
„Hüte deine vorlaute Zunge, Schuppenträger“ grollte es aus der Richtung des Wolfes. Das Tier hatte ein Augenlid halb geöffnet und funkelte den Drachen mit seinem gelben Auge an.
Numnik wandte überrascht den Kopf und auch Setralon schaute sich nach dem Tier um. Der Wolf hatte das Bewusstsein wiedererlangt, war aber noch zu schwach, um sich zu seiner vollen Größe aufzurichten. Stattdessen hob er nur den mächtigen Kopf, blitze mit den Augen und entblößte die scharfen Reißzähne.